LUT038 – Kilian Kleinschmidt

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Foto: Ingrid Rachbauer

Kilian Kleinschmidt hilft Menschen in Not. Indem er ein Flüchtlingslager leitet, indem er Hilfe organisiert, indem er zuhört und Menschen verbindet. Indem er Rechte benennt.

Im Gespräch mit Ingrid Rachbauer und Lothar Bodingbauer erzählt er über seine Sicht von Elend, Menschenrechte und die Möglichkeit zur Hilfe.

Großgeworden ist Kilian Kleinschmidt in Berlin als Sohn einer Lehrer- und Verlegerfamilie, er ist ausgestiegen, wurde Dachdecker in den Pyrenäen, Motorradfahrer in Mali auf den Spuren von Paris Dakar und arbeitete als Helfer für Menschen in Not von 1988 bis jetzt. (Link zum Lebenslauf).

Er hat das Schicksal von vielen Menschen beeinflussen können, war für die UN (Vereinten Nationen) in den Konfliktzonen dieser Welt: Kongo, Sri Lanka, Somalia, zuletzt als Leiter eines Flüchtlingslagers Zaatari in Nord-Jordanien. Hier ist ein Artikel von Spiegel Online über seine Arbeit dort.

Als Leiter des Flüchtlingslagers war eine seiner selbstgesetzten Aufgaben, Bezirke festzulegen und Straßennamen zu vergeben, damit jeder Flüchtling eine eindeutige Adresse hat (Link zum Wikipedia-Eintrag).

Jetzt arbeitet er in Wien, aus Wien heraus. Er versucht, das was die Welt beser machen sollte, zu verbinden. Er verbindet Ressourcen und Kapazitäten. Es geht dabei nicht nur darum, Essen oder Decken zu organisieren. Es geht auch um die Umsetzung des Rechts, zu träumen.

Für ihn gibt es keine “Guten und Bösen”. Es geht aber sehr wohl um Macht, Autorität, Unterdrückung. „Ich habe sie nicht gefunden, die guten Rebellen“. Derzeit schreibt er an seiner Autobiographie.

Er will jenen, die wollen, aber nicht können, Möglichkeiten geben. Denn jeder hat ein Recht auf ein Leben im 21. Jahrhundert.